Tag 15: Mindo

Um 7:45 Uhr gab es heute Morgen Frühstück. An den Nachbartischen saßen Reisegruppen aus Deutschland mit einer interessanten Gruppendynamik. Vor allem Dietrich beobachtete das Ganze mit Interesse.

Als wir zurück in unser Zimmer wollten, bekamen wir die Tür nicht auf. Nach ein paar Minuten in denen wir es verzweifelt versuchten, jedoch nicht unsere Coolness verloren, holte ich Hilfe. Als ich mit der Hilfe zurück kam, war Dietrich im Zimmer.

Um 8:30 Uhr wurden wir abgeholt und zum Bosque Protector Mindo-Nambillo gefahren. Mit einer Gondel konnte man auf die andere Seite der Schlucht überfahren. Als wir ankamen versuchten sie gerade ihren alten Nissan Motor (Baujahr 2002) in Gang zu setzen, der die Gondel antrieb. Es machte nicht den besten Eindruck.

Wir konnten aber einsteigen und waren dann die Ersten auf der anderen Seite. Dort hatte man die Auswahl zwischen zwei Wegen. Wir beschlossen zum Wasserfall “Cascada de la Reina“ zu gehen. Dieser ist wohl der größere der Verfügbaren.

Der Weg dorthin dauerte etwa 50 Minuten und da sich Dietrich mittlerweile in einer ausgezeichneten konditionellen und muskulären Verfassung befindet, war es kein Problem für ihn.

Die ganze Zeit lief auch ein Hund mit uns mit. Er lief immer etwa 10 Meter vor uns und brachte ein besonderes Sicherheitsgefühl mit.

Der Wasserfall war recht schön, vor allem auch, weil man alleine war. Nur auf dem Rückweg sind uns vier Menschen begegnet. Es hatte diesen isolierten Urwaldflair.

Nach der Überfahrt mit der Gondel zum Ausgangspunkt ging es dann weiter mit dem Auto zu einer Schmetterlingsfarm. Es gab eine kurze Einweisung, woraufhin wir zu ihnen gelassen wurden.

Wir hatten den taktischen Fehler gemacht und Insektenschutzmittel wegen der Wanderung getragen. Dies gefällt Schmetterlingen wohl nicht. Wenn man sich etwas Banane auf die Finger schmiert setzen sie sich auch manchmal auf einen drauf. Dieses Kunststück gelang uns manchmal.

Wir liefen noch ein wenig durch die Anlage und aßen dann auch dort zu Mittag. Es war ganz gut.

Gegenüber von der Schmetterlingsfarm war der Einstieg für das Tubing. Es waren etwa sieben zusammengebundene Reifen, in die sich Dietrich, ich und ein Guide hineinsetzten. Der Fluss, in den man dann ging, hatte wenig Wasser, doch viel Strömung und Stromschnellen.

Der Guide war immer halb aus den Reifen draußen und wuchtete sie in eine sinnvolle Richtung. Man wurde ziemlich nass. Es wäre rückblickend auch sinnvoll gewesen, eine Badehose anzuziehen. Besonders clever wäre es gewesen, wenn Dietrich sein Handy aus seiner Hosentasche genommen hätte. Als wir wieder in der Lodge angekommen sind, hatte er zunächst Angst nachzusehen, doch es ist nichts passiert.

Es machte schon Spaß. Es dauerte vermutlich etwa 45 Minuten, bis wir am Ausstieg waren. Von dort fuhren wir zurück zum Hotel. Wir entspannten bis etwa 16 Uhr und starteten dann erneut mit dem Spaziergang, den wir am Vortag aus Angst vor Regen abgebrochen haben.

Er war kürzer als gedacht. Nach 45 Minuten waren wir am Fluss und zurück. Es war ganz schön.

Deshalb hatten wir besonders viel Zeit, um die Tierwelt vor der Lodge zu beobachten. Am knuffigsten war ein Meerschweinchen-ähnliches Tier das Aguti hieß. Die Tiere kommen vermutlich auch deshalb gerne, weil ihnen Futter gegeben wird.

Außerdem gab es wieder einiges an Vögeln zu beobachten. Der stark minderausgeprägte Ornitologe in mir war begeistert.

Um 18 Uhr gingen wir zum Abendessen. Die Preise ließen Dietrich und mich wieder Nudeln auswählen. Wir haben den Verdacht, heute die einzigen Gäste im Restaurant gewesen zu sein.

Es regnete am Abend auch wieder mal stärker, doch uns störte es nicht. Bislang läuft es mit dem Wetter. Der Regen wählt wenig störende Augenblicke.

Morgen fahren wir zurück nach Quito und einen Tag später brechen wir zu die Galapagos Inseln auf.

Hasta luego!

Ein Kommentar

  1. Avatar von brigittetreutzwebde
    brigittetreutzwebde · August 17, 2019

    Sagenhafte Bilder und super berichtet von Patrick !

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