Der Tag begann um 6:30 Uhr mit einer Bootstour, um Vögel zu beobachten. Ich konnte in der Nacht fast gar nicht, Dietrich nur schlecht schlafen. Eine genaue Ursachenforschung steht noch aus.

Am Anfang sahen wir ein Faultier, dass jedoch nur im Baum hing. Es machte seinem Namen alle Ehre.

An Vögeln war vor allem der Tucan sehr beeindruckend. Er hatte einen langen Schnabel und war blau gefärbt.

Zuletzt sahen wir auch noch einen kleinen Affen, der “Pocketmonkey“ genannt wurde. Er kletterte einen großen Baumstamm hoch.

Um 8:30 Uhr zum Frühstück waren wir dann wieder zurück bei der Lodge. Dort hatten wir dann noch einen kurzen Aufenthalt, bis wir dann um 10 Uhr zu einem indigenen Dorf aufbrachen.
Auf der kurzen Fahrt dorthin kam dann noch ein Highlight: ein aktives Faultier. Es kletterte zum Wasser, trank etwas und kletterte dann wieder bedächtig den Baum hoch. Das war extrem magisch.

Es gibt insgesamt vier Kommunen, die hintereinander am Fluss ihre Dörfer haben. In einem Dorf leben etwa 30 Leute. Man merkt, dass die Zivilisation dort langsam ankommt. So gab es Sonnenkolektoren und Satelitenschüsseln. Mobilfunkmasten gab es jedoch auch hier nicht.

Die Häuser waren aus Holz und auf Stelzen gebaut. Abgeschlossen war, mit Ausnahme des Lagers für das Bier, nichts. Es gab viele Hühner und Hunde. Auch ein Fußballstadion mit Tribüne hatte das Dorf.

Wir liefen durch das Dorf und unser Guide zeigte uns die verschiedenen Pflanzen. Mit einer konnte man sich bemalen. Auch Zuckerrohr konnte man als Snack essen.

Ansonsten machte es nicht den Eindruck, als handelte es sich um industrielle Landwirtschaft. Die Obstbäume standen eher frei verteilt in der Gegend herum.

Es gab noch ein ziemlich beeindruckenden Baum mit extrem ausufernden Wurzeln, der auch ziemlich hoch war. Es war insgesamt auch weniger schlammig. Unser Guide meinte auch, dass der Boden hier anders sei als bei unserer Lodge. Es sei deutlich sandiger, weshalb auch etwas andere Sachen hier wachsen.

An Fauna haben wir noch einen Schmetterling gesehen, der wie eine Eule aussah. Auch der war schön.

Wir gingen wieder ins Dorf und man zeigte uns, wie man Yucca Brot herstellt. Rosalie, eine, Dorfbewohnerin, ging mit uns und einer Machete zu einer Pflanze, man riss sie raus und schälte dann die “Wurzeln“.

Dann wurde die Knolle gerieben und das Wasser heraus gepresst. Dann hatte man eine trockene mehlartige Masse.

Diese wurde dann einfach in eine “Steinpfanne“ geschüttet und wie ein Pfannkuchen gebacken. Gegessen wurde es dann mit Guacamole oder Marmelade.

Auch ich habe ein Brot gebacken. Es war ziemlich hammermäßig!

Die Dorfbewohner managen auch den Tourismus im Regenwald. So werden alle Boote von ihnen an die Anbieter vermietet, wohl auch, um einen Überblick über die Besuchermengen zu haben.
Dann ging es zurück zur Lodge. Ich versuchte etwas zu schlafen und um 16 Uhr brachen wir wieder mit dem Boot zur großen Lagune auf. Drei Spanier, die sich generell durch eine gewisse Lappigkeit auszeichneten, hatten ihr Fernglas vergessen, weswegen wir nochmal kurz zurück fahren mussten.

Auf der Fahrt waren wir schlangenmäßig wieder sehr erfolgreich. Wir sahen gleich zwei. Eine hat sich auch ins Wasser fallen lassen und ist dann weggeschwommen.

Auch einen truthahnartigen Vogel konnten wir erkennen. Der war eher herausstechend.

Ein weiterer spektakulärer Vogel war ein Tigervogel. Die Maserung hatte gewisse Ähnlichkeiten.

Nach zwei Stunden waren wir dann bei der Lagune angekommen. In der Trockenzeit ist dort wohl kaum Wasser drin.

Auf einem Ast war ein kaum zu erkennender Baby-Vogel. Seine Maserung war exakt wie die Baumrinde. Seine Mutter kommt dann immer mal wieder vorbei und füttert ihn.

Ein paar Helden, wie auch ich, sprangen ins Wasser und schwammen etwas herum. Das war schon leicht magisch mal im Regenwald geschwommen zu sein.

Bei der Rückfahrt war es bereits dunkel und deutlich mehr Insekten waren unterwegs. Weil man auch sehr schnell fuhr, war man gewissermaßen unter Dauerbeschuss. Mit Taschenlampen versuchten wir Kaymane zu entdecken. Unsere österreichischen Mitstreiter entdeckten auch einen. Ich sah ihn auch und Dietrich lies zumindest seine Augen in der richtigen Ecke streifen, von daher hat er ihn bestimmt auch gesehen, nur nicht erkannt. Er tauchte dann aber auch wieder schnell unter Wasser.
Nach dem Abendessen gingen wir beide noch duschen um die Insektenleichen zu entfernen und morgen wird dann die Rückreise in die Zivilisation angegangen.
Hasta luego!
Wahnsinns Bilder , einfach SUPER !
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