Tag 7: Rückkehr in die Zivilisation

Mit heftigen Schlafdefiziten in die Nacht zu starten, hat auch den Vorteil in dieser Nacht dann gut zu schlafen. Um 6 Uhr weckte mich dann jedoch Dietrich, da wir um 6:30 Uhr zu einer weiteren Vogelbeobachtung aufbrachen.

Gleich am Anfang konnten wir ein paar Fledermäuse erkennen, die an einem Ast hingen. Sie schienen zu schlafen.

Immer mal wieder haben wir im Laufe der Reise versucht einen Delfin zu fotografieren, doch das war extrem schwer. Sie tauchen immer nur kurz auf und das nur alle paar Minuten und dann muss man die Kamera etwa auf die richtige Stelle halten. Doch heute morgen hatten wir Glück und einen reviertreuen Delfin gefunden.

Ansonsten gab es wieder Affen und Vögel, wie auch an den Tagen zuvor. Gegen 8 Uhr waren wir dann wieder an der Lodge.

Nach dem Frühstück mussten wir unsere Sachen packen und um 10 Uhr starteten wir dann das erste Teilstück unserer Rückfahrt nach Quito. Es dauerte etwa 2:30 Stunden, bis wir wieder am Ausgangspunkt des Flusses waren.

Abgesehen von einem kurzen Landgang als Toilettenpause gab es lange nichts Erwähnenswertes. Die Fahrt verlief ohne große Entdeckungen.

Irgendwann stießen wir dann auf das Boot, was unser Gepäck transportierte. Der Motor ging nicht mehr an. Benito, unser Fahrer, kletterte rüber und machte irgendwas am Motor. Er ging zwar immer mal wieder aus, doch unser Gepäck kam an.

Schnell wurde uns ein Mittagessen verabreicht und dann ging es mit dem Bus zwei weitere Stunden nach Lago Agrio weiter.

Es gab auch eine interessante Liebesgeschichte in der Lodge. Einer der Guides, Abby, hatte eine deutsche Freundin. Sie war 20 Jahre alt, seit zwei Monaten in Ecuador und machte ein Gap Year. In dieser Zeit fand sie wohl die Liebe und pendelte jetzt mit ihm zwischen Urwald und Lago Agrio. Sie arbeitet aber nicht im Camp sondern fuhr quasi immer nur mit ihm mit. Lago Agrio wird im Reiseführer als eine kriminelle Stadt mit viel Prostitution und Drogen beschrieben, wo man nur für die Touren einen Fuß reinsetzen sollte. Ob man da dann langfristig glücklich wird, wird nur die Zeit beantworten. Sie stiegen in Lago Agrio dann zumindest zusammen aus dem Bus und gingen zu seiner Wohnung.

Am Flughafen sprang ich dann aus dem Bus und holte Essen, während Dietrich Plätze im neuen Bus sichern sollte. Während ich delikate Sandwiches zurück brachte, sicherte Dietrich Plätze in der letzten Reihe, die man nicht nach hinten stellen konnte. In Momenten wie diesen hätte ich dann schon sein A-Game erwartet. Er gab dann aber eine glaubhafte Erklärung, dass er noch das Gepäck verstauen musste und dass wir die letzte Gruppe waren, die angekommen war, aber vielleicht war es auch nur eine schamerfüllte Ausrede.

Um 15:30 Uhr begann dann eine 7-stündige Fahrt nach Quito. Es war mäßig spannend. Manche Menschen mit innerer Hitze hatten auf über 2500 Metern das Busfenster auf, weshalb es recht kühl wurde. Als eine auf 20 Minuten angekündigte Pause sich dann auf eine Stunde ausdehnte wurde die Stimmung etwas angenervter. Ich nutzte die Zeit für einen Outfitwechsel.

Um 23 Uhr waren wir dann im Hotel in Quito und um Mitternacht bettfertig. Morgen müssen wir auch wieder um 6 Uhr aufstehen, von daher wird es eine kurze Nacht.

Hasta luego!

Ein Kommentar

  1. Avatar von brigittetreutzwebde
    brigittetreutzwebde · August 10, 2019

    Dann wünschen wireuch weiter viel Spaß ! Vielleicht spllte nächstes mal Dietrich das Essen besorgen , dann kannst du die >Plätze sichern .

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