Der Heizlüfter, den wir gestern Abend noch auf Nachfrage ins Zimmer gestellt bekommen haben, war letztendlich nicht schlecht. Die Temperaturen sanken auf 1 Grad und die Holzwände waren bestimmt keine unglaublich wirksame Isolation.

Beim Frühstück bestand noch kurz der Verdacht, dass ihnen auch die Milch ausgegangen sein könnte, doch irgendwann konnte man doch welche bekommen. Insgesamt ist uns schon aufgefallen, dass man die Organisation der Küche professionalisieren könnte.
Mit dem Auto ging es dann etwa 3 Stunden nach Banos. Die Straße war durchgängig sehr kurvig. Öfters mal waren Hunde auf der Straße, ein paar Schafe kreuzten und einmal ritt auch jemand auf einem Pferd und ein weiteres Pferd lief alleine hinterher.
Im Hotel angekommen gaben wir unsere schmutzige Wäsche ab. Vor allem ich habe die Wetterverhältnisse schlecht eingeschätzt. Für 2 Dollar pro Kilogramm konnten wir unsere Wäschesituation wieder auf Anfang stellen.
Bei Banos gibt es eine extrem spektakuläre Schlucht die sich bestimmt für einige Kilometer zieht. Wir hielten zunächst dort.

Mit einer Art Gondel, die an Drahtseile eingehängt ist, konnte man über die Schlucht auf einen Wasserfall zufahren und kam so dem ganzen ziemlich nah. Man hatte einen sehr schönen Ausblick.

Durch eine sehr verwirrende Straßenführung kam man dann noch zu einem weiteren Wasserfall, dem Pailon del Diablo. Hier war der Andrang auch deutlich größer.

Man musste zunächst über eine Hängebrücke laufen, konnte aber dann den Wasserfall von relativ weit unten beobachten. Es waren schon enorme Wassermengen, die dort durchliefen.

Dann stand noch eine wichtige Frage aus. Sowohl unsere Reisebeschreibung, als auch unser Fahrer haben Zip Lining vorgeschlagen. Als wir dann bei einem Anbieter standen und die Situation ausgelotet hatten, beschlossen wir es auch zu machen.

Nachdem man das Geschirr bekommen hatte, ging es dann los zu ersten Plattform. Ich hatte sowas ja schonmal in Indien gemacht, doch dort “setzte“ man sich quasi nur in seine Sicherungsgurte hinein. Hier fuhr man bauchlängs mit dem Kopf in Fahrtrichtung, was etwas mehr Adrenalin ausschüttete.

Die erste Fahrt führte in eine Felsspalte hinein und das Bremsen war halb manuell und halb durch Federn am Ende der Strecke. Es machte ziemlich Spaß.

Daraufhin lief man über eine Art Brücke über den Abhang zu einer Felswand. Die Trittflächen waren in Schrittabstand.

Der anstrengende Teil sollte noch folgen. Man kletterte die Felswand hoch, wobei Metallstreben in die Wand eingebaut waren. Man war zwar durchgängig gesichert, doch würde ich sagen, gibt es noch bessere Technologie, als die hier verwendete.

Weitgehend senkrecht mit der Laufrichtung verlief das Sicherungsseil und etwa alle 3 Meter gab es einen Stop, wo man im Falle eines Sturzes von seinen Karabinern aufgehalten werden würde. Diese Meter würde man aber auch fallen und dann vermutlich auch noch Bekanntschaft mit der Felswand machen. Dietrich und ich waren uns einig, dass es wohl gut war, dass wir die Sicherung nicht austesteten. In Kletterwäldern habe ich schon Systeme gesehen, die ähnlich wie Sicherheitsgurte im Auto bei Beschleunigung blockieren. Dies wäre womöglich langfristig eine Alternative.

Es folgte eine letzte Zip Line zurück zum Ausgangspunkt. Beim zweiten Mal ist man dann doch etwas entspannter, aber die ersten paar Sekunden haben doch noch eine gesunde Anspannung.

Wenn man am Ziel ankommt fährt unter einem eine Hebebühne hoch und man wird von den Seilen befreit. Nach etwa einer Stunde war so das Event beendet.

Wir fuhren zurück nach Banos und kümmerten uns um Leihfahrräder für den morgigen Tag. Dies gelang uns auch. Da es mitlerweile gegen 15 Uhr war, kümmerten wir uns noch um Mittagessen und aßen je einen Hamburger.
Zurück im Hotel entspannten wir uns kurz. Ich konnte wieder in saubere Klamotten wechseln, als wir nochmal zum Abendessen raus sind. Wir hatten beide Pasta. Die Bedienung hatte eine gewisse südamerikanische Gelassenheit, doch zum Glück hatten wir es ja auch nicht eilig.

Morgen wollen wir mit den Leihrädern eine Tagestour nach Puyo machen.
Hasta luego!
Ihr Zwei lasst in diesem Urlaub ja wohl kein Abenteuer aus. Tolle Fotos.
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Mir wird es schwindlig , alleine vom Bilder schauen und lesen . Adrenalin pur !!! Weiter viel Spaß und passt auf euch auf !
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