Tag 10: Quilotoa Loop

Auch der heutige Tag begann um 7:30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Nachdem Dietrich noch die Rechnung beglich, fuhren wir los.

In einem Dorf auf dem Weg fand heute ein Markt statt. Wir hielten dort kurz an und liefen einmal darüber. Da es extrem viele Obststände gab, wollte ich mir eine Banane kaufen. Am Ende hatte ich für 1 Dollar gleich etwa fünfzehn Bananen gekauft. Dies sollte sich noch als kluger Schachzug herausstellen.

Auf der etwa zweistündigen Fahrt nach Quilotoa machten wir noch Halt bei einer Schlucht. Diese war ziemlich beeindruckend.

Desweiteren machten wir halt bei einem indianischen Künstler. Wenn man seinen Postern glauben kann, hatte er auch mal eine Ausstellung in Bonn gehabt. Viele Bilder hatten Naturmotive, es wurden aber auch Barack Obama, sowie der 11. September behandelt. Interessant waren auch die verschiedenen Masken, die, wie uns unser Fahrer erklärte, bei manchen Festen, wie z.B. dem Stadtgeburtstag von Quito, getragen werden.

Nach einer sehr kurvigen Fahrt kamen wir dann in Quilotoa an. In einem Vulkankrater ist mittlerweile ein großer See.

Wir beschlossen den Kraterrand zu umrunden, was sich schlussendlich als deulich anstrengender als gedacht herausstellte. Was wir nämlich nicht in letzter Konsequenz bedacht hatten, war, dass es nur Auf- oder Abstiege gibt, jedoch kaum ebene Stellen.

Am Anfang konnte man den Ausblick noch genießen, doch auch extrem starker Wind machten es zu einer sehr anstrengenden Angelegenheiten. Zum Glück hat mir der Fahrer seine Sonnenbrille geliehen, denn sonst hätte ich unentwegt Sand in die Augen bekommen.

Nach zwei Stunden hatten Dietrich und ich dann den höchsten Gipfel unseres Lebens erklommen. Mit 3930 Metern war es der Monte Juyende. Es kamen uns auch zwei Franzosen aus der entgegengesetzten Richtung entgegen, die für die Strecke 3:30 Stunden gebraucht haben. Das machte uns etwas Sorgen.

Wir setzten die Strecke dann weiter fort und mit jedem Gipfel wurde die Anstrengungen größer. Die tolle Aussicht konnte nur am Anfang entschädigen. Die Bananen, die ich am Morgen gekauft hatte, wurden wichtiger Energielieferant.

Dietrich stieß ziemlich an seine Grenzen und wir legten regelmäßige Pausen ein. Auch mir fiel es, vor allem ganz am Ende, irgendwann schwieriger.

Wir brauchten 6:20 Stunden, bis wir die Umrundung abgeschlossen hatten. Gegen Ende waren wir auch immer auf der Suche, ob es nicht einen Weg gibt, der die Höhe hält und man nicht jeden Gipfel mitnehmen muss. Manchmal hatte es Erfolg.

Wir fuhren dann noch etwa 45 Minuten bis nach Chugchilan in das Hotel “Mama Hilda“. Wir bekamen unser Zimmer gezeigt und ich ging schnell unter die Dusche. Währenddessen wurde uns ein neues, etwas besseres Zimmer zugeteilt. Ich räumte also nach meiner Dusche wieder meine Sachen zusammen und wechselte das Zimmer.

Es gab dann noch Abendessen im Hotel. Ihnen ging sowohl Bier, als auch Cola aus. Es gab also gewisse Lücken in ihrem Getränkemanagement. Morgen fahren wir dann nach Banos weiter und haben vermutlich einen entspannteren Tag. Jetzt sind wir ziemlich erledigt.

Hasta luego!

2 Kommentare

  1. Avatar von brigittetreutzwebde
    brigittetreutzwebde · August 13, 2019

    Das war mit Sicherheit sehr anstrengend , aber auch sehr schön. Dietrich sieht ziemlich fertig aus, aber in seinem Alter ist das zu verstehen . Hochachtung !!!

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    • Avatar von patrickflach1907
      patrickflach1907 · August 13, 2019

      Dietrich bittet um Anmerkung, dass im Reiseführer steht, dass fitte Menschen und die Betonung liegt auf fitte, den Weg in 6 Stunden schaffen 😉

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