Tag 17: Vamos Galapagos

Der Tag begann mit einem kleineren Schreck. Dietrich und ich überhörten den Wecker und hatten somit nur 10 Minuten um unsere Sachen zu packen. Relativ pünktlich schafften wir es jedoch und beim Auschecken bekamen wir sogar ein Frühstück zum mitnehmen.

Die Fahrt zum Flughafen verlief flüssig und um 6:30 Uhr waren wir da. Man musste einen ersten Teil der Gebühr für die Galapagos Inseln verrichten, in Höhe von 20 Dollar.

Als wir einchecken wollten kamen Probleme auf. Anscheinend war bei meinem Ticket nicht meine Reisepassnummer angegeben. Da man es bei der Ticketbuchung ja zwingend angeben muss, sahen wir den Fehler jedoch nicht bei uns. Vielleicht war es auch Dietrichs Plan, mich hier loszuwerden.

Beim Ticketschalter von Tame konnte man gegen eine Gebühr von 11 Dollar die Sache korrigieren lassen. Beim zweiten Mal beim Check-In händigte man mir dann den Boarding Pass aus.

Auf dem Flug hielten wir kurz in Guayaquil zwischen. Wir blieben die ganze Zeit im Flugzeug sitzen, aber ein paar andere Passagiere stiegen ein und aus. Neben uns auf dem 3er Platz, mit stark mittelmäßiger Beinfreiheit, saß ein besonders unruhiger Ecuadorianer. Er versuchte sich die ganze Zeit über neben seine Frau zu setzen, was ihm nicht gelang, doch am Ende des Prozesses saß er auf einem anderen Platz nicht neben seiner Frau. Dietrich und ich hatten also mehr Beinfreiheit.

Die Einreise auf die Galapagos Inseln hat einen anderen Flair. Mehrfach muss man versprechen, keine Früchte oder Samen einzuführen. Nachdem man weitere 100 Dollar gezahlt hat, wurden dann die Hunde auf das Gepäck losgelassen. Minutenlang versuchen sie, verbotene Substanzen zu erschnüffeln. Dann durfte man sich seinen Koffer holen.

Beim Herausgehen aus dem Terminal wurden wir von David, unserem Guide für den Tag, eingesammelt. Mit einem Bus fuhren wir zum kleinen Hafen von Baltra, von wo wir nach Santa Cruz übersetzten. Die ersten Eindrücke waren leicht ernüchternd. Es war recht karg. Ein paar erste Leguane konnten wir aber sehen.

In Santa Cruz begann dann unsere Erkundung. Als erstes fuhren wir zu zwei Kratern. In ihnen war mal Magma drinnen und als es zu kleineren Vulkanausbrüchen kam, ist der Boden weggebrochen.

David war ein leicht anstengender Guide. Er war an manchen Stellen ein wenig zu witzig und die genaue botanische Einteilung von Pflanzen hat für mich jetzt auch nicht die ultimative Bedeutung. Zum Beispiel gibt es eine Pflanze, die in der selben Familie wie der Löwenzahn ist, halt aber gar nicht so aussieht. Das war verzichtbares Wissen. Ohne Erklärungen hätte man ähnlich viel mitgenommen.

Wir fuhren weiter. Was interessant war, ist das Teile der Hauptinsel auch landwirtschaftlich genutzt werden. In einem dieser Bereiche, gab es einen Ort, wo ganz viele Schildkröten gelebt haben.

Die Tiere dürfen weder gefüttert werden, noch irgendwie an diesem Ort künstlich gehalten werden, doch auf recht kleiner Fläche lebten bestimmt 100 Schildkröten. In der Paarungszeit gehen die schwangeren Schildkrötenweibchen in die trockenere Zone der Insel, legen dort ihre Eier und kehren dann wieder zurück. Dafür brauchen sie 3 Monate.

Was dem Inder die Kuh ist, ist hier die Schildkröte. Immer mal wieder auf und neben der Straße sah man welche.

Wir aßen auch dort zu Mittag. Anfangs waren wir wegen der Preise besorgt, doch das Mittagessen war in der Reise enthalten. So wurde man etwas entspannter. Die Kosten hier sind doch deutlich höher, als auf dem Festland.

Nach den Schildkröten fuhren wir zu einem Lavatunnel. Hier liefen und krabbelten wir durch. Der Tunnel ist durch Lava bei einem Ausbruch entstanden.

Wir fuhren zum Hotel. Hier organisierte Dietrich ein zweites Bett, sodass wir die Nächte etwas weniger romantisch verbringen können. Das Hotel ist sonst sehr schön.

Wir liefen noch durch die Stadt und mieteten uns für morgen Neoprenanzüge. Außerdem sind wir noch eine Pizza essen gegangen.

Morgen müssen wir wieder früh bereit sein und um 6:50 Uhr schauen wir uns eine andere Insel an und gehen wohl auch schnorcheln.

Hasta luego!

Ein Kommentar

  1. Avatar von brigittetreutzwebde
    brigittetreutzwebde · August 19, 2019

    Es ist so schön , wenn man morgens aufsteht , eure >>Bilder und Berichte zu sehen ! Patrick , du wärst auch eine schöne Schildkröte . Die sind ja wirklich riesig . Dankeschön und passt auf beim Schnorcheln ! L. G. Brigitte

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar