Auf den Galapagos Inseln gibt es eine andere Zeitzone, als auf dem Festland. Diesen Umstand hat Dietrichs Handy jedoch nicht mitbekommen und so waren wir eine Stunde zu früh wach.
Beim Einchecken haben wir gesagt, dass wir das Frühstück etwas früher bräuchten, doch diese Info ist anscheinend nicht in die Küche durchgedrungen. Nach Nachfragen gab man uns dann ein Sandwich mit, sodass wir um 6:50 Uhr bereit waren und auf unsere Tour warteten.

Beim Transfer zum Hafen gab es leichte Verzögerungen, weil der Koch nicht kam, doch das Personal auf dem Schiff scheint vielseitig zu sein. Wir waren insgesamt 16 Leute.

Wir fuhren mit dem Schiff Adriana. Santa Cruz ist die Hauptinsel, auf der auch unser Hotel ist. Die anderen Inseln sind die, welche man mit dem Boot ansteuert. Diese sind jedoch mehrere Stunden Fahrzeit entfernt.

Wir fuhren zunächst an Daphne Island vorbei. Es ist wie ein einziger riesiger Vulkankrater. Die Insel war ziemlich karg, einige Vögel nisteten jedoch dort.

Während der Fahrt konnte man Wasserschildkröten und Mantarochen sehen. Sie schwammen einfach im Meer.

Auch einen Seehund konnten wir beim Sonnen beobachten. Er lag auf einer Schifffahrtsmarkierung.

Die Fahrt zur Isla Bartolome dauerte etwa 2:30 Stunden. Der Seegang war minimal und der Katermaran glitt über das Wasser. Ich habe mir die Galapagos Inseln auch etwas anders vorgestellt. Diese Insel hatte in der Trockenzeit kaum Vegetation. Sie war vulkanischem Ursprungs.

Als wir an Land kamen, konnte man ganz viele Krebse sehen. Sie waren einfach in der Nähe der Stufen. Auch Pelikane gab es, die auch ins Wasser stürzten und Fische fingen.

Es ist schon spürbar, dass die Touristenzahlen hier niedriger sind. Man kam sich deutlich alleiner vor.

Man bestieg über einen hölzernen Weg den Gipfel. Von dort bot sich eine tolle Aussicht. Unser Guide Luis erklärte auch immer wieder Sachen und war ganz lustig.

Das krasse Highlight kam dann im Anschluss. Wir gingen an den Strand der Insel und konnten dort schnorcheln. Noch während wir unsere Ausrüstung organisierten, konnte man einen Pinguin sehen.

Im sandigen Bereich war es zunächst etwas ernüchternd, doch als man dann die Felsen absuchte, sah man ganz viele Fische. Auch in größeren Mengen.

Während ich einen Fischschwarm begleitete kam auf einmal ein Hai angeschwommen. Das war absolut magisch. Da bei den Fischen keine totale Panik ausbrach, blieb auch ich relativ ruhig.

Man sah auch etwas, dass mit Fantasie ein Clownfisch sein könnte. Es war absolut beeindruckend.

An einer späteren Stelle bekam man noch einen Hai zu sehen. Am Anfang hat er in einer Felsspalte geruht, schwamm dann aber später davon.

Zurück an Bord gab es Mittagessen. Es bestand aus Hühnchen und Kartoffelbrei. Dann begann die Rückfahrt.

In der Zwischenzeit hat der Seegang deutlich zugenommen. Als eine Amerikanerin von Bord gekotzt hat, war ich zunächst heldenhaft und habe ihr eine Tablette gegen Reiseübelkeit angeboten, dann haben Dietrich und ich auch noch selbst eine genommen. Wir waren schon darauf bedacht, den Horizont möglichst im Blick zu behalten.

In Santa Cruz angekommen fuhren wir dann wieder mit dem Bus zur Stadt. Unser Hotelrestaurant ist eher amateurmäßig geführt, denn man wollte uns aus nicht geklärten Gründen kein Essen verkaufen. Wir fanden eine andere Adresse.

Nach dem Abendessen war ich noch auf der Suche, ob ich irgendwo meinen Tauchschein sinnvoll anwenden kann. Der erste Anbieter meinte, dass die Orte die sie am Mittwoch ansteuern, zu viel Strömung für jemanden mit begrenzter Erfahrung wie mich haben, konnte mir aber einen anderen Anbieter nennen. Dessen Geschäft hatte zwar schon zu, aber der Kapitän des Schiffes aß im Restaurant gegenüber zu Abend und für 20 Dollar Pfand stehe ich jetzt vorläufig auf der Liste für die Tauchgänge am Mittwoch. Morgen muss ich es noch final klären. Mal abwarten, ob ich vielleicht nur verarscht wurde.
Jetzt sind wir ziemlich erschöpft und morgen geht es wieder früh los auf eine andere Insel.
Hasta luego!
Hallo ihr zwei Abenteurer, ich wünsche, dass ihr beide wieder heil in Darmstadt ankommt, also bitte keine Experimente mit unvollständigen Tickets oder Wildtieren, wie beispielsweise Haie. Die Fotos sind beeindruckend. Ihr seid hinter der Schildkröte ja echt winzig. Bis bald Elisabeth
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Tolle Erlebnisse , aber nicht ganz ungefährlich !
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