Heute war der erste wirklich ausgeschlafene Morgen in Ecuador. Dietrich weckte mich um 8 Uhr und eine halbe Stunde später gab es Frühstück. Es gab Rührei, Toast und Ananas. Dann wurde das weitere Tagesprogramm besprochen. Wir bekamen mit Romolu einen neuen Guide.

Wir starteten um 10 Uhr mit einem Motorboot flussaufwärts und wechselten dann in ein Paddelboot. Mit diesem fuhren wir dann fast 3 Stunden wieder zurück.

Dann konnte man wieder viele krasse Tiere sehen. Schon recht früh kam eine etwa 4 Meter lange Anakonda, die sich auf Blättern sonnte. Man konnte jedoch immer nur einen Teil der Schlange sehen.

Es kamen auch wieder mehrere Affen zum Vorschein. Eine größere Horde von Kapuzineräffchen sprang die Baumgruppen entlang und war sehr unterhaltsam.

Wir haben auf der Fahrt auch noch eine weitere Schlangenart und zwei weitere Anakondas gesehen. Die letzte war eine Babyanakonda. Um die Schlangen vernünftig zu sehen musste man immer halb ins Gebüsch am Uferrand rein fahren, doch dieses Opfer war es einem Wert.

Auch verschiedene Vögel konnte man sehen. Mehrere Eisvögel und auch Vögel, deren Name wir nicht kennen.

Die letzte Etappe musste ich dann paddeln und wir kamen leicht erschöpft wieder an der Lodge an. Dadurch das die Paddel aus Holz waren, waren sie schwerer und auch obwohl es nicht besonders viel Strecke war, spürten sowohl Dietrich, als auch ich die Anstrengung in den Armen.
Das Mittagessen war wieder ganz lecker. Es gab Suppe, Rindfleisch und Maniok in Frittenform. Danach konnten wir kurz ausruhen.
Um 16:30 Uhr startete dann eine Wanderung durch den Regenwald. Diese war ziemlich krass. Am Anfang erklärte der Guide kurz was zum Regenwald und dann war die Tour ziemlich interaktiv. Am Anfang zeigte er uns Blätter, die Farbpigmente enthielten und die die Hand blau färbten, wenn man sie zerrieb. Einem Mädchen färbte er auch eine Strähne blau.

Dann lernten wir die Ahoi Brause des Regenwaldes kennen. Wenn man seine Zunge auf spezielle Amaisen drückte, schmeckten sie sauer. Dietrich und ich probierten das auch beide aus.

Romolo war auch ziemlich witzig drauf. So lies er sich von einer Amaise beißen, die sich dann mit ihren Haken in seinem Finger festkrallte. Wenn man an ihr zog bekam man sie auch nicht wieder los. Bei einer amderen Amaisenart, die bestimmt 1 Zentimeter groß war, machte er es jedoch nicht, vermutlich auch, weil sie Haluzinogene enthielt.

Auch haben wir den Verdacht, den Ursprung von Weihrauch gesehen zu haben. Einen der Bäume namens Copal konnte man anzünden und der typische Weihrauchgeruch verbreitete sich. Es brannte auch sehr langsam ab. Schamanen haben es wohl auch schon für ihre Zwecke verwendet.

Ein ohnehin erfolgreicher Schlangentag setzte sich auch fort. Wir sahen zwei weitere Schlangen. Die erste war etwas dicker und lag in den Blättern.

Letztere wurde von Dietrich erspäht, der sie zunächst für ein Seil hielt und erst nach näherem Betrachten feststellte, dass es sich um eine Schlange handelte. Nachdem sie von sieben Taschenlampen angeleuchtet wurde schlängelte sie sich von dannen.

Auch die indigene Küche konnte man sehen. So gab es einen extrem stacheligen Baum, der als Reibe verwendet wurde und eine Baumrinde die exakt wie Knoblauch schmeckte.

Spinnen und Schmetterlinge waren auch ein paar zu sehen. Es war bereits stockdunkel als wir wieder bei der Lodge waren. Obwohl wir bestimmt nie weit von ihr entfernt waren, konnte man sich jedoch kaum orientieren. Man brauchte schon einen Guide.

Zum Abendessen gab es Hühnchen mit Reis und Obst, welches wohl einheimisch war. Wir saßen noch kurz bei Österreichern aus der Gruppe, bevor wir den Abend abschlossen. Ich konnte sogar mit warmen Wasser duschen.

Hasta luego!
Ich bin sehr froh , wieder etwas von euch zu hören. Ich dachte schon, ich mach irgendwas verkehrt . Das sind ja ganz tolle Bilder und Eindrücke , wir freuen uns schon auf euren nächsten Beitrag ! Bis bald , Johann und Brigitte
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So ein Urwald scheint wohl sehr beeindruckend zu sein. Das Experiment mit den Ameisen finde ich krass. Das Bild mit dem Faultier gefällt mir besonders gut. Weiterhin viel Spaß
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