Der Tag startete um 7:30 Uhr mit einem ziemlich epischen Frühstück. Es gab Obst mit Müsli, Rührei und Brötchen. Gut gestärkt begannen wir dann um 8 Uhr die Reise.
Die Frage des Outfits hat uns die Tage zuvor vor große Rätsel gestellt. Die richtige Balance zu finden zwischen Sportlichkeit und Wärme war schwierig. Mit Zweifel im Herzen brachen wir auf.
Auf einem Parkplatz trafen wir dann Rigo, unseren Guide für den Aufstieg. Mit dem Auto fuhren wir zur ersten Hütte nach dem Eingang auf 3700 Meter Höhe. Dort tranken wir beide erstmal einen Koka-Tee, weil er angeblich gegen die Höhenkrankheit hilft und wir jede Hilfe in Anspruch nehmen wollten.

Rigo erklärte auch immer mal wieder etwas. So stieg 2015 Rauch aus dem Vulkan auf und er und seine Familie wurden für drei Monate aus Angst vor einem richtigen Ausbruch evakuiert. Teilweise war er jedoch auch schwer zu verstehen, denn wenn er manchmal auf Englisch nicht weiter wusste, redete er einfach auf Spanisch weiter. Er war aber sehr nett.

An dieser Informationshütte konnte man sich auch einen Stempel in seinen Reisepass machen lassen, was wir auch taten. Der praktische Nutzen ist eher begrenzt.

Die Straße nach oben ist irgendwann einfach nur noch eine Schotterpiste. An manchen Engstellen blieben manche Autos auch stecken.Während man auf 4600 Meter hoch fährt, kommt man auch durch die verschiedenen Vegetationsebenen. Während am Anfang noch Bäume wachsen, werden es irgendwann nur noch Gräser und dann hört es komplett auf.
Auf dem Parkplatz kamen dann gewisse Schwächen in meinem Outfit zum Vorschein. Rigo half mir mit einer Sonnenbrille, einem Tuch und Handschuhen aus. Es wurde dadurch auch ziemlich stylisch.

Obwohl der Aufstieg zu einer Hütte lediglich 200 Meter waren, war es extrem anstrengend. Man merkt wie die Herzfrequenz überdurchschnittlich ansteigt und man doch etwas weniger leistungsfähig ist.

Alle paar Meter wurde eine kleine Verschnaufpause eingelegt, ehe es weiter ging. Durch den starken Gegenwind mussten wir auch den sandigeren, steileren und direkten Weg gehen.

Es dauerte eine Stunde bis wir oben an der Hütte ankamen. Dort war man dann aber auch ziemlich stolz. Die Hütte lag auf 4864 Metern und damit auch höher, wie z.B. der Mont Blanc.

Wir hatten auch unglaubliches Glück mit dem Wetter. Der Gipfel war die meiste Zeit wolkenfrei, was wohl in der Regel nicht der Fall ist.

In der Hütte trank ich eine heiße Schokolade, während Dietrich einen weiteren Koka-Tee trank. Er ist der Meinung, dass dies der Grund war, dass er beim Abstieg lediglich einmal gestürzt ist, während es mir viermal passiert ist. Wir blieben jedoch unversehrt.

Nach dem Abstieg fuhren wir noch zu einer Lagune, die im Nationalpark war. Nach dem Cotopaxi war das dann natürlich ein kleineres Highlight.

Wir fuhren zurück in die Stadt und trafen dort unseren Fahrer wieder. Mit ihm gingen wir dann in ein Restaurant zu Mittag essen. Die Fruchtsäfte hier in Ecuador sind in der Regel ziemlich magisch.

Zurück im Hotel waren wir dann ziemlich erschöpft und ließen den Tag eher ruhig ausklingen. Zum Abendessen gönnte ich mir nochmal richtig und schaffte es auch nicht komplett.

Morgen fahren wir zur Quilotoa Lagune. Dort soll es wohl auch sehr schön sein.
Hasta luego!
Wunderbare Eindrücke und Bilder ! Einfach genial !. L. G. Brigitte
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Tolle Fotos! Wie schmeckt denn der Kokatee?
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Er ist insgesamt relativ wässrig. Aber man trinkt ihn ja auch für die Akklimatisation 😉
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