Tag 16: Casa Museo Guayasamin

Heute morgen frühstückten wir um 7:45 Uhr. Oliver kam während des Frühstücks an, wir checkten zügig aus und waren um 8:30 Uhr auf dem Weg nach Quito. Die Fahrt war zügig und nach etwa zwei Stunden waren wir am Ziel. Im Hotel mussten wir kurz warten bis unser Zimmer bereit war, doch es war wenig dramatisch.

An unserem dritten Tag hier in Quito musste man dann etwas kreativer mit dem Programm werden. Wir machten den Auftakt im “Casa Museo Guayasamin“. Oswaldo Guayasamin gilt als der bedeutendste Künstler Ecuadors im 20. Jahrhundert. Er lebte in Quito und hatte nach seinem Tod 1999 sein Haus in ein Museum umgewandelt.

Wir machten eine Führung mit, die ganz interessant war. Er portraitierte z.B. Fidel Castro drei Mal. Sein Haus war ziemlich riesig. Er hatte auch eine Sammlung präkolumbianischer Artefakte. Begraben ist er unter einer Eiche in seinem Garten.

Viel interessanter war die “Capilla del Hombre“, die Kapelle der Menschen. Es war ein Projekt, welches er kurz vor seinem Tod begonnen hat. Sie steht unmittelbar neben seinem Haus und ist auch ziemlich riesig.

Ihn hat gestört, dass es für Götter, deren Existenz nicht bewiesen ist, Kirchen und Tempel gebaut wurden, aber es nichts in dieser Art für den Menschen gibt. Er wollte die kompletten Hallen mit extra gemalten Bildern ausfüllen, doch war durch seinen Tod nur in der Lage fünf zu malen. Nach seinem Tod ergänzten seine Kinder den Rest mit von ihm gemalten, aber wo anders ausgestellten Bildern.

Insgesamt war er ein sehr politischer Künstler. Viele seine Gemälde handelt von den Ungerechtigkeiten während Diktaturen in verschiedenen südamerikanischen Ländern. Sie waren recht blutig und expressionistisch.

Auch ein religiöses Gemälde hat er nachgemalt, jedoch jeden religiösen Bezug entfernt. So betete Maria nicht neben ihrem toten Sohn, sondern trauerte nur. Dies sollte es menschlicher und realistischer machen.

Nach diesen Ausstellungen fuhren wir zum botanischen Garten. Als Mittagessen hatten wir einen Tiefkühlburito. Es war zumindest Nahrung.

Der botanische Garten selbst war, nachdem man ja in Dschungel und Regenwald war nur mittelmäßig beeindruckend. Man hat es einfach schon besser gesehen.

Von dort startete eine Serie kleiner bis mittelmäßiger Fails. Als erstes wollten wir in den Präsidentenpalast. Laut Lonely Planet war dies auch möglich, doch die Öffnungszeiten hatten sich verändert, sodass wir zu spät waren.

Dann wollten wir in ein Museum zur Stadtgeschichte. Zunächst hatte der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes leichte Probleme nicht vollkommen trunken vor Macht zu werden. Dann war alles auf Spanisch.

Anhand der verschiedenen Wachsfiguren waren wir in der Lage eine mögliche Geschichte zu konstruieren. Wir vermuten, dass sie von Spanien unabhängig werden wollten, in einer Reihe von heimlichen Treffen eine Verfassung vorbereitet haben, diese dann beschlossen haben und die Bemühungen dann von den Spaniern blutig niedergeschlagen wurden. Genau wissen tun wir es aber nicht.

Als nächstes gingen wir in ein ehemaliges Kloster. Nachdem Dietrich gleich am Anfang mal verbotenerweise ein Foto machen wollte, folgte uns der Sicherheitsdienst. Er behauptet, dass es an Kommunikationsproblemen lag, doch nach einem Jahr Duolingo ist dies wenig glaubhaft. Die Museen haben aber alle recht viel Personal. Vielleicht wäre uns dieses Level an Betreuung auch so passiert.

Es gab viele alte Wandmalereien und auch der Alltag der Nonnen wurde ein wenig gezeigt. Es war aber auch in spanisch.

Mit einem Uber fuhren wir zurück ins Hotel, wo wir uns kurz ausruhten. Am Abend sind wir noch zu Inka Burger gegangen.

Morgen werden wir schon um 6 Uhr abgeholt und zum Flughafen gefahren. Dann geht es auf die Galapagos Inseln.

Hasta luego!

4 Kommentare

  1. Avatar von brigittetreutzwebde
    brigittetreutzwebde · August 18, 2019

    Viel Spaß !

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  2. Avatar von آذین
    آذین · August 18, 2019

    Make sure you’re not late for your flight 😛

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  3. Avatar von Elisabeth
    Elisabeth · August 18, 2019

    So ein Inkaburger ist schon beeindruckend.

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